Ärzte für Aufklärung – Interview mit Dr. Heiko Schöning

Durch | 9. August 2020
Infektionen vs PCR-Test

Wenn Ärzte von der Coronakrise als einer „kriminellen Inszenierung“ sprechen

 

Von einer Weltregierung, die sich jeder Kontrolle entzieht, spricht der Arzt Heiko Schöning Mitte Mai vor den Demonstrierenden einer sogenannten Hygiene-Demo in Hamburg. Auch sein Kollege Dr. Marc Fiddike wendet sich wenige Tage später an die „Aufgewachten und Aufwachenden“, wie er die Demonstrierenden in Hamburg nennt. Ihre Rechte seien akut bedroht. Dahinter stünde eine Agenda, „die über Jahre gestrickt wurde.“ Impfungen könnten für jene Krankheiten empfänglich machen, gegen die geimpft würde. „Das weiß man, das wird natürlich totgeschwiegen!“, so seine Ansage. „Es geht um die Planung ID 2020, es sollen Farbmarkierungen eingebaut werden, Chips, Nanopartikel. Wollt ihr das?“, ruft er in die Menge.

Eine Gruppe nennt sich „Ärzte für Aufklärung“

Dr. Schiffmann, HNO-Arzt aus Sinsheim, ist Mitbegründer der Vereinigung „Widerstand 2020“, jetzt WIR2020 – Partei,  deren Satzung von Beobachtern der Szene als rechtsoffen bezeichnet wird, (was kompletter Unsinn ist) und vergleicht die Coronamaßnahmen mit dem Ermächtigungsgesetz von 1933. „Wo sind denn die Toten hier in ­Stuttgart?“, ruft er im Juli den Demonstrationsteilnehmern zu, nachdem er die Menge zuvor mit Sprechchören agitiert hat. „Lassen wir uns das gefallen?“ „Nein!“, ruft die Menge zurück. Anspielungen auf den Widerstand in der DDR und in Nazi-Deutschland fallen.

Auf der Homepage der sog. Ärzte für Aufklärung findet sich eine Unterstützerliste mit den Namen von Hunderten von Ärztinnen und Ärzten – von denen vermutlich einer nennenswerten Zahl nicht bewusst ist, wie weit der Protest der Gruppe, für die sie unterschrieben haben, reicht. Aber wie kommt es, dass Ärzte öffentlich vertreten, das Coronavirus sei reine Panikmache und die Maßnahmen dagegen dienten der gezielten Irreführung der Bevölkerung?

Natürlich rufen solche Aussagen unter den 300000 Ärzte in Deutschland zum Widerstand gegen ihre Kollegen auf. Persönlich kann ich feststellen, dass alles was vor Corona möglich war, sich nicht nun nicht mehr so recht zu sagen traut. Zum Beispiel: „Wie denkt dein Hausarzt persönlich über die Corona-Pandemie?“

Was darf ich meinen Arzt noch fragen? – Was ist ihm nicht mehr möglich.

Die Unsicherheit ist groß zwischen Patienten und Ärzten.

Wenn du dann die Informationen liest, dass zwischen März und Mai 2020, 90 Prozent der notwendigen Operationen, nur für das Bereitstellen von Intensivbetten an Krebspatienten nicht durch geführt wurde, kommst du als normal denkender Mensch und ehemaliger Gesundheitsselbsthilfeleiter gar nicht umhin kritische Fragen zu stellen.

Wünschenswert wäre, wenn von den System-Konformisten endlich auch etwas mehr kommt, als alles was anderer Meinung ist als sie selbst, weiter in die rechte Ecke zu stellen. Wenn der neuen Normalität mehr die neue Sachlichkeit, im demokratischen Diskurs folgen würde.