Die Erde als eine Scheibe …

in der Klimamodellierung.

Menschen, die glauben, die Erde sei eine Scheibe, gelten gemeinhin als Spinner, die einer pseudowissenschaftlichen Verschwörungstheorie anhängen. Der Blog ScienceFiles macht nun auf eine aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichung von Michael J. Prather und Juno C. Hsu aufmerksam, aus der hervorgeht, dass die Erde in der sogenannten Klimamodellierung tatsächlich eine Scheibe ist. „In fast allen Klimamodellen wird das 3D-Gitter, das die Atmosphäre bildet, mit einem zweidimensionalen, flachen Oberflächengitter verknüpft […]“, schreiben die beiden Forscher von der University of California in ihrem Beitrag, der am 9. September 2019 in der renommierten Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) erschienen ist.

Ursprünglich, so berichten die Autoren, sei die Annahme einer flachen Erde deshalb gemacht worden, weil die Rechenkapazität von Computern nicht ausgereicht habe, um die Tatsache, dass die Erde mehr oder minder rund und eben keine Scheibe ist, adäquat abzubilden. Dann sei diese Annahme einfach vergessen worden. Dies habe durchaus Konsequenzen für die Genauigkeit der Modelle:

„Die Korrektur von flachen zu sphärischen Atmosphären führt zu regional unterschiedlicher solarer Erwärmung, und zwar in einem Ausmaß, das mit der Klimawirkung von Treibhausgasen und Aerosolen vergleichbar ist. […] Sphärische Atmosphären fangen 2,5 W⋅m−2 mehr Sonnenlicht ab und erwärmen das Klima, global betrachtet, um zusätzliche 1,5 W⋅m−2. Eine solche systematische Verschiebung, vergleichbar mit der Veränderung der Strahlungswirkung von vorindustriellen Zeiten bis heute, verursacht wahrscheinlich eine wahrnehmbare Klimaverschiebung, die die Fähigkeit eines Modells, das heutige Klima zu simulieren, verändert.“

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