Wann kippt das Klima?

Dem Planeten Erde droht eine „Heißzeit“, wenn die Erwärmung über die Schwelle von zwei Grad ansteigt. Der Grund: Dann können Kippelemente des Klimas ausgelöst werden, die den Temperaturanstieg zusätzlich stark beschleunigen. Drei Beispiele: Die Permafrostböden in Sibirien, Alaska und Nordkanada drohen weiträumig aufzutauen, was große Mengen der Treibhausgase CO2 und Methan freisetzen würde. Der Amazonas-Regenwald kann austrocknen, in dem bisher große Mengen Kohlenstoff gespeichert sind. Die Eisbedeckung der Arktis geht drastisch zurück, was die Strahlungsbilanz der Erde weiter Richtung Erwärmung verschiebt. Es droht, wenn dadurch ein galoppierender Treibhauseffekt ausgelöst würde, ein Plus von vier bis fünf Grad.

Inzwischen sagen viele Klimaforscher: Das Zwei-Grad-Limit reicht nicht, es müssen 1,5 Grad angepeilt werden, damit die Kippelemente beherrschbar bleiben. Viel Zeit, das zu erreichen, ist nicht mehr, denn die Erde erwärmt sich um fast 0,2 Grad pro Jahrzehnt. Das heißt: Die Weltwirtschaft muss schon deutlich vor 2050 komplett von „fossil“ auf „solar“ umgekrempelt, die Waldvernichtung gestoppt und die Landwirtschaft klimafreundlich umgebaut sein.

Wenn es so weitergeht wie bisher, brauchen wir bis 2030 zwei Planeten – damit wir unseren Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie decken können.

Die Ergebnisse sind entmutigend: Weltweit schrumpft die biologische Vielfalt dramatisch. Gleichzeitig verbraucht die Menschheit jedes Jahr 60 Prozent mehr Ressourcen als die Erde zur Verfügung stellen kann.

Die Folge: Wir zerstören lebenswichtige Ökosysteme. 

„Die nächsten 50 Jahre werden deutlich ruppiger als die vergangenen 50 Jahre. In vielen Regionen kippen die Ökosysteme schon weg “ .

2100 ist unser Planet nicht mehr bewohnbar, wenn wir so weitermachen.

Zerstörte Ökosysteme wirkten sich nicht nur auf die Tier- und Pflanzenwelt aus, sondern auch auf den Menschen. Auch wir brauchen intakte Ökosysteme, die uns mit Nahrung, Frischwasser, saubere Luft und Energie versorgen.

Sachlich, wissenschaftlich, unpolitisch, und sauber  recherchiert.

Doch längst verbrauchen wir Menschen die natürlichen Ressourcen in einem Tempo, das nicht länger nachhaltig ist. Seit 1966, so der Bericht, habe sich der ökologische Fußabdruck der Menschheit verdoppelt. Einhergehend mit dem Bevölkerungswachstum sei der Ressourcenverbrauch so stark gestiegen, dass die Natur sich nicht mehr erholen könne. Der WWF nennt das „die große Beschleunigung “ .

Die Folgen sind vielerorts bereits greifbar geworden.

Ein Beispiel: Konflikte, begünstigt durch Ressourcenmangel, oder etwa Nahrungs- und Wasserknappheit.

Wenn das Klima kollabiert

Der Klimawandel betrifft die Existenz der gesamten Menschheit, ihre Gesundheit und Ernährung. Er vernichtet Äcker auf Dauer, lässt Wasser versiegen, Tiere und Pflanzen aussterben. Er verändert Ökosysteme, die sich in Zehntausenden von Jahren entwickelt haben.

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